Joshua Wagner im internationalen Vergleich

Slovakian Open (12.-17. Mai):

Mit über 30 Teilnhemern aus der meiner Wettkampfklasse 8 war das Feld ziemlich stark besetzt. Der Einzelwettbewerb fing mit Gruppenspielen an. Dort konnte ich mich in meinem ersten Spiel gegen den an 4 in meiner Gruppe gesetzten Spieler Perez aus Argentinien mit einem deutlichen 3:0 durchsetzten. Gegen den Gruppenkopf Mai, der erst seit diesem Jahr dabei ist und sich direkt in den Top 20 der Welt festsetzten konnte, verlor ich mein zweites Spiel nach einer 2:0 Führung knapp mit 3:2. Nachdem ich die ersten 2 Sätze viel mit meinem Aufschlag punkten konnte begann der Ukrainer in den darauf folgenden Sätzen immer besser zu retournieren was schließlich ausschlaggebend für seinen Sieg war. In meinem dritten Spiel ging es nun um den zweiten Platzt und somit ums weiterkommen in die Endrunde. Dort konnte ich in einem relativ ausgeglichenen Spiel gegen Krisak aus der Slowakei nicht mit meinem offensiven Schlägen überzeugen wodurch der eher auf das passive Spiel geprägte Slowake mit 3:1 gewinnen konnte. Das Ziel, die Gruppe zu überleben, wurde somit nicht erreicht.
Im Teamwettbewerb musste ich mit einem Partner aus Malaysia, ein Spieler aus Wettkampfklasse 7, an den Start, da mein Teampartner Johannes Urban an diesem Termin verhindert war. Es wurde direkt KO-System gespielt. Im Achtelfinale wartete eine Paarung aus Kanada (Kent+Mojtahed) auf uns. Mein Partner verlor das erste Spiel recht deutlich mit 0:3 gegen Mojtahed. Danach musste ich gegen Kent, der in der Weltrangliste knapp hinter mir liegt, an den Tisch. In einem engen Match konnte ich mich mit 3:2 durchsetzten. Zufrieden mit meiner Leistung war ich trotzdem nicht. Das Doppel und das zweite Einzel von meinem Partner gingen dann beide an Kanada was zu einem Ausscheiden in der ersten Runde führte.

Bayreuth Open (26.-31. Mai):

Wie auch schon in der Slowakei gingen auch in Bayreuth mehr als 30 Spieler in meiner Wettkampfklasse an den Start. Bis auf 2 Ausnahmen waren alle Spieler der Top 20 der Welt angetreten. In der Gruppenphase durfte ich gegen die Nr.1 der Welt Viktor Didukh aus der Ukraine spielen. Folglich locker ging ich in das erste Spiel, konnte ein paar schöne Ballwechsel gewinnen, was aber leider nicht zu einem Satzgewinn ausreichte. Das erste Spiel ging somit 3:0 für den amtieren Weltmeister aus. Die gewonnene Erfahrung stand hierbei im Vordergrund. Da ich eine 3er Gruppe erwischt hatte ging es im 2ten Spiel bereits um das Weiterkommen. Gegen den Franzsosen Fleury, der in der Weltrangliste knapp vor mir rangiert, konnte ich meine Chancen in den ersten beiden Sätzen nicht nutzen. Letztendlich gewann der Franzose mit 3:1.
Im Team hatte ich mit Teampartner Johannes Urban im ersten Spiel direkt eine schwere Aufgabe. Gegen die Paarung aus China mit der Nr.2 der Weltrangliste Ye Chao Qun und dem amtierenden Olympiasieger Zhao Shuai war dennoch mehr drin als es auf den ersten Moment auf dem Papier steht. Vor allem das erste Einzel von Johannes gegen Ye und das Doppel gingen ausgesprochen knapp mit 3:1 und 3:2 an die Chinesen. Das Gesamtergebnis von 3:0 für China spiegelte nicht den wirklichen Spielverlauf wieder. Das 2te Spiel konnten wir mit einem 3:1 gegen eine Mischung von Kanada und Dänemark für uns entscheiden. Unglücklicherweiße ging ich in dem Match gegen Bech aus Dänemark, der kurz zuvor gegen den amtierenden Paralympicssieger gewinnen konnte, mit 2:3 als Verlierer vom Tisch. Dennoch wurde somit der Einzug in die Endrunde gesichert. Dort konnten wir in unseren Einzelmatches gegen die Schweden (Andersson/Andersson) nicht wirklich überzeugen. Lediglich das Doppel war mit 2:3 Sätzen eng. Im Viertelfinale war also Schluss.

Alles in allem bin ich mit meiner Leistung bei den 2 Turnieren nicht zufrieden. Viele enge Spielen wurden oftmals auch unglücklich verloren. Es fehlte die nötige Sicherheit bei so manchen Schlägen. Das fehlende Training, dass ich aufgrund des Abiturs kurz vor den Turnieren nicht mitnehmen konnte, hat sich bemerkbar gemacht.
Jetzt heißt es Gas geben und auf weitere Chancen in der Zukunft zu hoffen!

16.06.2015 11:55 Alter: 2 Jahre