Einführungsworkshop „Rennrollstuhlsport“ in der Großregion

Romain Fiegen, Sportdirektor des Paralympic Committee Luxembourg (PCL), hat Experten aus Frankreich, Belgien, der Schweiz und Deutschland vom 27.-29 Januar 2017 zu einem Expertenworkshop in Sachen Rollstuhlschnellfahren in das Sportzentrum D‘Coque in Luxemburg-Stadt eingeladen.
Training – Lehren und Lernen ‘ war das Motto aller Teilnehmer.
Am Freitagabend gaben die Rio-Paralympic-Sieger Marcel Hug (Schweiz) und Peter Genyn (Belgien) unter Anwesenheit des Luxemburger Sportministers und des Präsidenten des PCL, Marc Schreiner, einem großen Auditorium aus Sport, Politik und Medizin einen Einblick über ihren Weg im Sport, ihre Erfolge und ihre Motivation und beantworteten zahlreiche Fragen. Am Samstag stand das Thema "Sprint im Rollstuhlschnellfahren" auf dem Workshop-Programm, bei dem es um Training, Technik und Material ging. In einem Vortrag berichtete Deutschlands Vorzeige- Rollstuhlsprinter Marc Schuh über sein Training und seinen sportlichen Werdegang. Ganz gespannt wartete danach der sportliche Nachwuchs auf ein Training mit ihm und anderen Größen des Rennrollstuhl-Sports. Marcel Hug, Peter Genyn, Marc Schuh,  Alhassane Baldé, Stefan Strobel, David Scherer und Ahmed Aouadi mit ihren erfahrenen Trainern (Veerle Laurens, Alois Gmeiner, Wolfgang Blöchle ). Die Top Stars der Rennrollstuhlszene erwiesen sich als hervorragende und begeisterungsfähige Trainer und zauberten den jungen Interessenten vermittels der ersten Erfahrungen im Rennrollstuhl ein Dauerlächeln ins Gesicht.
Sonntagvormittag referierte Paul Odermatt, einer der weltbesten Trainer in Sachen Rollstuhlschnellfahren, über die komplexen Zusammenhänge und den behutsamen, langfristigen Aufbau am Beispiel seines Musterschülers Marcel Hug, was zu einem lebhaften Austausch von Erfahrungen und Einsichten führte, dem Motto des Workshops folgend, Training – Lehren und Lernen, nämlich von einander! Auf der Bahn und der Rolle ging das Training weiter und auch hier gab es wieder AHA-Effekte, z.B. als Wolfgang Blöchle seine alternativen Trainingsmethoden und Tricks aus der Nachwuchsarbeit präsentierte. Alhassane und Marcel griffen ihrerseits gern zu Skistöcken beim Pole Wheeling, oder fanden Spaß an Formen des propriozeptiven Trainings mit XyroTwister, Flexi-Bar oder Balance-Kissen.
Insgesamt war es ein rundherum gelungenes und angenehmes Fortbildungswochenende, das nach aller Meinung nach einer Wiederauflage verlangte, gern auch in Form eines gemeinsamen Trainingswochenendes.
Ein großes Dankeschön von allen an Romain und sein Team aus Luxembourg.
Der Vorschlag von Wolfgang Blöchle, dem Landestrainer am Paralympischen Trainingsstützpunkt des BRS Saarland zur weiteren Zusammenarbeit in der Großregion fand allgemeine Zustimmung.
Und das hat schon Konsequenzen: Rennrollstuhl-Anfänger aus Luxemburg haben sich schon zum Training am PTS Saarbrücken eingefunden!

06.03.2017 14:40 Alter: 203 Tage