Karate ohne Grenzen

Karate für Menschen mit Handicap ist Startsocial-Stipendiat 2012

Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel schreibt startsocial e.V. 2012 zum neunten Mal einen bundesweiten Wettbewerb um 100 Beratungsstipendien aus, wobei die Förderung von Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, sozial engagierten Unternehmen und soziale Projekte und Ideen im Vordergrund steht. Das Projekt „Karate ohne Grenzen“ - Karate für Menschen mit Handicap ist als startsocial-Stipendiat 2012 ausgewählt worden.       
Vor zwei Jahren hat Dirk Dohm (2.Vorsitzender, Abteilungsleiter und Trainer), der seit mehr als 24 Jahren Karate betreibt und Mitglied im Deutsche Karateverband e.V. (DKV) ist, den Karateverein Hayashi Karatecenter e.V. - Karate ohne Grenzen gegründet. Die Definition Karate ohne Grenzen bezieht sich auf mehrere Teilbereiche, da unser Schlüsselwort Integration ist. Karate soll Menschen verbinden, ob jung, alt, sportlich oder Menschen mit Behinderung. Egal welche Nationalität, welche Religion ob mit oder ohne körperliches Handicap, hier steht im Vordergrund die körperliche Ertüchtigung. Dabei ist es wichtig, dass die Berührungsängste, die weiterhin bestehen, zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen weiter abgebaut werden. Dies stellt in der heutigen Gesellschaft ein erhebliches Problem dar und nimmt einen immer größeren werdenden Stellenwert ein.
Ganz besonders wird die Ausarbeitung der Gruppierung Karate für Menschen mit Handicap verfolgt, denn bundesweit gibt es nur 10 – 14 Vereine des Deutscher Karateverband e.V. (DKV), die sich offiziell mit dieser Thematik beschäftigen. Karate ohne Grenzen bewirkt die Integration von Menschen mit Behinderung in das tägliche Karatesportgeschehen. Dieser Personenkreis erfährt hierdurch, dass es keine Berührungsängste gibt und das jeder die Chance hat diesen wundervollen Sport zu erlernen. Durch den Ursprung des Karate kann man erkennen, dass sich diese Kampfkunst dem Menschen anpasst anstatt umgekehrt. Das Hayashi Karatecenter e.V. geht individuell auf die Einschränkungen bei Menschen mit Handicap ein, ob durch geistige oder körperliche Einschränkung. Die verschiedenen Techniken werden gemeinsam auf das jeweilige körperliche Vermögen des Einzelnen abgestimmt. Mit diesem vielversprechenden Projekt und einem dazu gehörenden Projektkonzept hat sich Dirk Dohm im Namen des Hayashi Karatecenter e.V. im Juli 2012 bei startsocial beworben.
Aus rund 1000 Anmeldungen und daraus resultierenden 330 Bewerbungen aus ganz Deutschland hat der gemeinnützige Verein startsocial e.V. das Projekt „Karate ohne Grenzen“ des Hayashi Karatecenter e.V. als einzigsten Verein aus dem Saarland und als eines von 100 weiteren sozialen Projekten für ihr Engagement mit einem drei monatigem Beratungsstipendium ausgezeichnet. Während des nun anstehenden Coachings arbeiteten zwei ehrenamtliche Experten aus der Wirtschaft bis zur Abgabe des Abschlussberichts am 28. Februar 2013 individuell mit den Stipendiaten an der Verbesserung und Weiterentwicklung ihres Projektes.
Bei diesem Stipendiat soll an der nachhaltigen Lösung des sozialen Problems gearbeitet werden, den Menschen dabei in den Mittelpunkt stellen, ein überzeugendes Konzept zur Einbindung Ehrenamtlicher bereit halten und ein Projektstandbein in Deutschland haben. 25 der 100 Stipendiatenprojekte werden im Frühjahr 2013 zur feierlichen Preisverleihung ins Bundeskanzleramt nach Berlin eingeladen. Sechs herausragende Projekte erhalten dann den mit 5.000 EUR dotierten Bundespreis, ein siebtes Projekt wird mit dem ebenfalls mit 5.000 EUR dotierten Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet. „Es gibt keine Sieger und Besiegte, sondern man kann sagen, dass es eine Angelegenheit ist, bei der alle gewinnen. Er bringt auf der einen Seite guten Willen und auf der anderen Seite ein Stück Sachverstand auf sehr gute, auf praktische und kreative Art und Weise zusammen", charakterisierte Schirmherrin Dr. Angela Merkel den Wettbewerb bei der vergangenen Preisverleihung.

27.11.2012 20:38 Alter: 6 Jahre